Interview mit einer Hure - Teil 1
ein Artikel von Sexisto.com
Vor ein paar Tagen hat uns eine E-Mail von Melanie erreicht, die uns einfach mal Hallo sagen wollte und uns für unsere Sexisto.com loben wollte. Sie schrieb uns, dasss sie regelmäßig vorbeischaut und ganz besonders unseren Sex Ratgeber gerne liest. Natürlich haben wir uns darüber gefreut und einen Gruß an unsere Anna ausgerichtet, die ja unseren Sex Ratgeber redaktionell betreut.
Beim Lesen der Mail von Melanie sind wir an einem bestimmten Satz hängen geblieben. Sie erwähnte nämlich nebenbei, dass sie als Hure ihr Geld verdient. Das hat uns natürlich interessiert und wir haben den Mailverkehr ein wenig intensiviert.
Irgendwann haben wir Melanie dann gefragt, ob sie uns für ein Interview zur Verfügung stehen würde und sie hat spontan zugesagt. Gestern haben wir uns dann mit Melanie getroffen und ein sehr nettes und interesanntes Gespräch geführt. Das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten und stellen Teil 1 des Interviews hier online.
Bevor wir mit dem Interview loslegen, wollen wir euch ein paar kurze Infos zu Melanie geben. Sie lebt in Nordrhein Westfalen und arbeitet dort in einem Bordell. Sie ist 28 Jahre jung und seit nun mehr 5 Jahre als professionelle Hure tätig.
Interview mit einer Hure
Getroffen haben wir (bei so einer Gelegenheit sind wir natürlich im Team angereist) Melanie in einem kleinen, gemütlichen Caffee in NRW und waren beim ersten Anblick schon ein wenig überrascht. Woran es genau gelegen hat, können wir nicht sagen, aber wir hätten nicht mit einer so attraktiven Frau gerechnet. Melanie hat langes blondes Haar, tiefblaue wunderschöne Augen und eine wirklich perfekte Figur.
Dazu kommt ein atemberaubendes Lächeln, mit dem sie uns direkt einmal anstrahlte, was vielleicht auch daran lag, dass wir einen ziemlich erstaunten Gesichtsausdruck gehabt haben müssen. Entgangen ist ihr dieser Gesichtsausdruck bestimmt nicht - 2 Männer mit weit geöffneten Mündern ist sicher ein komischer Anblick. Ein bisschen schien sie mit unserem Erstaunen auch zu spielen und schon da wurde uns klar, diese Frau hat reichlich Selbstbewusstsein.
Wir haben uns dann einen Kaffee bestellt und dann konnte das Interview beginnen.
“Hallo Melanie, freut mich sehr, dich mal in natura zu treffen. Du siehst wirklich umwerfend aus, wenn ich das mal so offen sagen darf!”
Melanie (lächelt): “Danke für das Kompliment, da freut man sich als Frau natürlich immer. Und ich freue mich auch, euch Jungs mal zu treffen, nun kenne ich auch die Gesichter zu Sexisto endlich.”
“Wenn ich ganz ehrlich sein darf, ich hätte nicht damit gerechnet, heute eine so attraktive Frau zu treffen, beosnders dann nicht wenn man bedenkt, dass du als Hure arbeitest. Ist dir der Begriff Hure eigentlich Recht oder bevorzugst du eine andere Bezeichnung für deinen Beruf?”
Melanie: “Was hast du denn für einen Typ Frau erwartet? Warum sollten Huren, der Begriff ist im übrigen völlig ok für mich, nicht auch attraktive Frauen sein? Ich glaube, du hast da ein ziemlich altmodisches Bild im Kopf. Du solltest häufiger mal ins Bordell gehen!” Dabei lacht sie.
“Ich hoffe, das war gerade ein Angebot! Aber ernsthaft, ich habe wohl eher mit einer durchschnittlich aussehenden Frau gerechnet und nicht mit einer Frau, die auch locker bei Deutschland sucht das Supermodel mitmachen könnte. Ich könnte mir vorstellen, dass dir die Freier quasi die Bude einrennen. Ich würde es tun.”
Melanie (lächelt immer noch): “Ich würde lügen, wenn ich nun sagen würde, dass mein Aussehen mir nicht eine Menge Stammkunden bringen würde. Mutter Natur hat es sicher ganz gut mit mir gemeint und ich kann mir meine Kunden mittlerweile selbst aussuchen. Ein attraktives Aussehen hilft ganz sicher in diesem Gewerbe, ist aber auch längst nicht alles.”
“Darüber würde ich gerne später noch mehr von dir erfahren, aber zunächst mal die Frage, die mir einfach auf der Seele brennt. Wie kommt eine so attraktive Frau, wie du es bist, auf die Idee, als Hure zu arbeiten? Was hat dich in dieses Gewerbe geführt?”
Melanie: “Auch wenn es für viele vielleicht nur schwer zu verstehen ist, ich habe es mir selbst so ausgesucht. Man erwartet jetzt vielleicht eine Geschichte von einer schweren Kindheit mit vielen Probleme und sowas wie der letzte Ausweg als Hure, aber damit kann ich nicht dienen. Nein, ich habe mir diesen Beruf selbst ausgewählt und es ist genau das, was ich schon immer machen wollte. Ich habe schnell festgestellt, dass ich den Sex liebe und das ich ein Talent dafür habe, Männer auf ganz besonders befriedigende Art und Weise zu verwöhnen.
Warum also sollte ich dieses Talent nicht nutzen? Zumal mir schon damals bewusst war, dass man in diesem Gewerbe gutes Geld verdienen kann. Glücklicherweise kannte ich nun auch noch den Besitzer eines Bordells und war mit ihm befreundet (lächelt). Irgendwann habe ich ihn auf dieses Thema angesprochen und mir alles darüber erzählen lassen. Wir haben uns dann gemeinsam sein Bordell angeschaut und ich durfte mir alles genaustens ansehen und auch mit den Mädels, die dort bereits tätig waren, über alle Details reden. Drei Tage später hatte ich meinen ersten Kunden und einen neuen, aufregenden Job.”
“Erstaunlich! Wie war das erste Mal für dich? Hattest du keine Berührungsängste oder irgendwelche Hemmungen mit einem für dich völlig unbekannten Mann Sex zu haben?”
Melanie: “Natürlich war das schon ein komisches Gefühl, es war ja nicht mit dem Sex, den ich bisher hatte, zu vergleichen. Ich war ziemlich nervös, hatte aber auch ein bisschen das Glück, dass der Kunde bereits Stammkunde im Bordell war. Es war dann eher so, dass er mich geführt hat, weil er ziemlich genau wusste, wie der Ablauf sein sollte und was er wollte.
Ich habe mich dann einfach auf mein Talent im Bett konzentriert und offensichtlich war das nicht so schlecht. Er kommt mich auch heute noch regelmäßig besuchen.” Sie lächelt wieder.
“Wie schaffst du es, Gefühle und Sex zu trennen? Oder spielt für dich beim Sex das Gefühl grundsätzlich keine so große Rolle und es kommt mehr auf die Befriedigung der Lust an?”
Melanie: (lacht) “Und diese Frage kommt von einem Mann! Ihr seid doch Experten darin, Sex völlig losgelöst von Gefühlen zu sehen, das müsstest du dir doch eigentlich auch selbst beantworten können. Natürlich spielen Gefühle beim Sex, auch für mich, eine sehr große Rolle. Aber ich bin Profi und ich schaffe es ohne Probleme, den privaten Sex vom beruflichen Sex zu trennen. Für mich hat auch der Kunde Priorität und in erster Linie geht es darum, seine Lust zu befriedigen.
Habe ich privat Sex, spielt meine Lust eine sehr viel größere Rolle und meine Bedürfnisse rücken stärker in den Vordergrund. Das heisst jedoch nicht, dass ich beim Sex mit einem Kunden keinen Spaß habe. Ohne den Spaß am Sex könnte ich diesen Beruf nicht ausüben und würde sicherlich meine Kunden nicht zufrieden stellen können. Deswegen bringe ich körperlich immer 100% und das merken meine Kunden auch.”
“Du hast vom privaten Sex gesprochen und da interessiert mich natürlich vor allem eines: Hast du einen Freund und lebst du in einer festen Beziehung?”
Melanie: “Ja, ich habe seit 4 Jahren einen festen Freund und lebe in einer glücklichen Beziehung.”
“Ich nehme mal an, dein Freund kennt deine berufliche Tätigkeit? Wie geht er damit um, dass seine Freundin eine Hure ist und mit anderen Männern Sex hat? Ist das bei euch zu Hause eine Thema?”
Melanie: “Es war natürlich ein Thema zu Beginn unserer Beziehung, heute ist es das nicht mehr. Mein Freund hat akzeptiert, was ich tue und er versteht, dass dies mein Beruf ist und das ich Beruf und Privatleben trenne. Am Anfang war es bestimmt nicht leicht für ihn und natürlich kamen auch Dinge wie Eifersucht zur Sprache.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich ihm klar machen konnte, dass ich nicht an andere Männer denke, wenn ich mit ihm schlafe. Ich glaube, dass war ein Hauptproblem für ihn. Heute weiß er, dass andere Männer keine Rolle zwischen uns spielen und das ich ihm privat komplett gehöre. Er musste sich einfach entscheiden, ob er mich wirklich wollte und zwar so wie ich bin und mit dem was ich tue. Eine Alternative dazu hätte es nicht gegeben.”
Soviel zu Teil 1 unseres Interviews mit der Hure Melanie. Wir hoffen, euch hat das Lesen Spaß gemacht und ihr fandet es genauso intressant wie wir. Wir haben Melanie natürlich noch einige Fragen mehr gestellt und sie hat uns offen und ehrlich alles beantwortet. In Kürze werden wir den restlichen Teil des Interviews online stellen und wir hoffen, ihr seid dann auch wieder dabei - es lohnt sich!
Nachtrag
Den Teil 2 unseres Interviews mit Melanie, einer Hure aus NRW, könnt ihr nun Online nachlesen.
Der Artikel wurde am Sonntag, den 18. März 2007 um 20:42 Uhr veröffentlicht und wurde unter Sex Berichte abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.








